Das Zentrum des Körpers - Die Dantian

Das Energiezentrum des Körpers hat einige Eigenschaften, die es für den Umgang mit Energie und Gefühlen wichtig machen.

Dieses Zentrum ist in mehreren Traditionen bekannt. Im chinesischen Qigong wird es Dantian genannt, der japanische Name ist Hara, und in der Sufi-Tradition und dem Diamond Approach ist es als Kath bekannt. Da der Name Dantian am häufigsten verwendet zu werden scheint, werde ich mich mit diesem Namen weiter auf dieses Zentrum beziehen.

Stelle

Der Dantian befindet sich im Unterbauch, 1½ Daumen­breite unter dem Nabel, 2 bis 3 Daumen­breiten nach innen.

Den ganzen Körper spüren

Wenn man seine Aufmerksamkeit auf den Dantian richtet, kann man den gesamten Körper gleichzeitig spüren, von Kopf bis Fuß. Es ist diese Eigenschaft, die es zum Zentrum des Körpers macht. Dies macht es einfacher, Energie zu einem bestimmten Körperteil zu bringen, wenn man seine Aufmerksamkeit am Dantian hat. Dies ist einer der Gründe, warum bei Kampf­künsten (wie Taichi) die Praktizierenden ihre Aufmerksamkeit hier halten. Es macht es auch möglich, jederlei Gefühlen, die mit dem Körper verbunden sind, auf diese Weise zu spüren.

Empfindungen im Unterleib

Es gibt bestimmte Empfindungen, die man an der Stelle spüren kann, an der sich der Dantian befindet. Hier kann man manchmal Schmetterlinge im Bauch spüren, zum Beispiel wenn man verliebt ist. Manchmal kann man hier ein Gefühl der Hitze erfahren, wenn man zusätzliche Energie benötigt, oder sich gestresst fühlt.

Weil es so viele Dinge am Körper gibt, die man in oder vom Dantian heraus spüren kann, ist es so, dass man, um in Kontakt mit seinem Körper zu sein, man in Kontakt mit der Dantian sein muss.

Meditation

Die Dantian kann zum Meditieren benutzt werden. Um dies zu tun, sitzt man in einer geraden Position, und haltet die Aufmerksamkeit auf die Dantian. Wenn man bemerkt, dass seine Aufmerksamkeit weggetrieben ist, was natürlich sehr oft passiert, geht man einfach mit dem Fokus zurück. Tue dies für 15 bis 30 Minuten. Weiteres kann man lesen im Artikel über Meditation.

Es gibt auch Meditationen, die etwas weiter gehen, als nur die Aufmerksamkeit zu fokussieren. Diese bemühen sich damit, Energie im Dantian zu speichern, oder noch esoterischer Dinge zu tun. Dies sind Qigong-Übungen.

Vom Zentrum aus bewegen

In vielen chinesischen und japanischen Kampf­künsten behält der Praktizierende nicht nur seine Aufmerksamkeit auf den Dantian, um es ihm zu erleichtern, seine Energie zu bewegen, sondern auch, um sich von diesem Zentrum aus zu bewegen. Wenn man seine Bewegungen aus diesem Zentrum kommen lasst, sind sie einfacher und haben mehr Kraft und Einfluss.