Eclectic Energies
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Verarbeiten von Gefühlen über Beziehen

Um Gefühle zu verarbeiten, in denen man sich in einer Beziehung zu jeman­dem oder etwas befindet, hilft es, ein paar Dinge zu beachten.

Beziehen

Wir finden uns oft in der einen oder anderen Situation wieder, in der wir in Beziehung stehen. Es kann eine oder mehrere Personen geben, mit denen wir sprechen oder mit denen wir auf andere Weise in Beziehung stehen. Aber auch, wenn wir Dinge vor uns haben, mit denen wir etwas tun, dann beziehen wir uns eigent­lich auch darauf. Das kann ein Telefon oder ein Computer sein, aber auch Dinge, die wir z. B. bauen oder reinigen.

Es geht darum, dass du da bist und der Andere oder die andere Sache, in deinen Gefühlen.

Weil dies so häufig vorkommt, gibt es eine ganze Menge davon in unserem Unter­bewusst­sein. Wenn wir unsere Gefühle durch­arbeiten, kann viel davon nach oben kommen.

Hindernisse

Es gibt ein paar Hürden bei der Verarbeitung von Gefühlen über Beziehungen. Zum Beispiel kann man leicht einige Dinge über­sehen, was eine Ver­arbeitung un­mög­lich macht. Es ist daher wichtig, ein gutes Verständ­nis davon zu haben, welche Arten von Gefühlen und Gedanken es gibt, die aufgemerkt werden müssen.

Der Andere

Tatsächlich ist es am einfachsten, den Andere zu übersehen.

Sagen wir mal, du bist wütend, und das willst du verarbeiten. Du spürst also die Wut, merkst dir, warum du wütend bist, und wie aggressiv du dich fühlst. Aber die Gefühle lösen sich nicht auf. Was passiert, ist, dass du die Person, auf die du wütend bist, nicht berück­sichtigt hast, mit der du in einer Beziehung warst.

Also, wie macht man das?

Vielleicht weißt du, wie du die andere Person in deinem Kopf siehst, und kannst du das beschreiben. Eine andere Mög­lich­keit, auf diese Gefühle und Gedanken über die andere Person zuzu­greifen, besteht darin, sich vorzu­stellen, dass die andere Person sich vor dir befindet. Durch das Anschauen dieser Person, bekommt man das Gefühl und das Wissen darüber, wie man den Anderen sieht.

Dein Bild von dir selbst

Neben dem, wie du die andere Person siehst, gibt es auch das, wie du dich selbst siehst.

In dem Artikel über das Innere Kind wird der Punkt in der Mitte des Bauches erwähnt. Wenn du deine Aufmerk­sam­keit auf diesen Punkt richtest, ist es nicht nur leichter, dein Inneres Kind zu spüren. Du bekommst auch Zugang dazu, wie du dich selbst siehst, zu deinem Selbst­bild. Das Fühlen und Kennen­lernen des eigenen Selbst­bildes ist immer inbegriffen, wenn du aus diesem Zentrum heraus fühlst. Das macht es zu einer der effektivsten Weisen, Gefühle über Beziehungen zu ver­arbeiten.

Tatsächlich ist der Grund dafür, dass man sich mehr wie ein Kind fühlt, wenn man aus diesem Zentrum heraus fühlt, dass das Kind­sein dann Teil des Selbst­bildes ist.

Das Bild, das die andere Person von dir hat

Neben deinem Bild vom Anderen und dem von dir selbst, spielt auch das Bild, das der Andere von dir hat, eine Rolle bei der Beziehung. Natürlich kann man nicht sicher sein, was die andere Person in diesem Moment wirk­lich von einem denkt. Aber man bekommt einen Ein­druck davon aufgrund der Art und Weise, wie man vom Anderen behandelt wird. Bei­spiels­weise kann man bemerken, wie wichtig man für die andere Person ist, oder wie sehr er oder sie einem magt oder nicht magt.

In einer Beziehung reagiert man darauf, wie man glaubt, dass die andere Person einen sieht. Man kann sich geschätzt oder stolz fühlen, wenn man glaubt, dass die andere Person einen schätzt. Und zum Beispiel minder­wertig, wenn man denkt, dass die andere Person sich überlegen fühlt.

Bhudy-MudraMan kann sich auf diese Gefühle ein­stimmen, indem man die Außen­seite des Körpers (die Peripherie) fühlt. Wo dein Körper auf die Außen­welt trifft. Also, wo deine Haut ist, aber es ist nicht wirk­lich deine Haut, die du fühlen musst.

Für manche kann es hilf­reich sein, sich darauf ein­zu­stimmen, indem man eine bestimmte Finger­haltung (ein "Mudra") anwendet. Man lässt die Spitzen des kleinen Fingers und des Daumens sich gegen­seitig berühren. Den Rest der Finger lässt man offen. Unmittel­bar nachdem du dies getan hast, spürst du viel­leicht, wie deine Aufmerk­sam­keit in die Peripherie deines Körpers geht. Dort kannst du deine emotionale Reaktion darauf spüren, wie du meinst, dass die andere Person dich sieht.

Begeisterung und Leidenschaft

Das Energie­niveau, mit dem wir uns auf jede Art von Beziehung einlassen, ist unsere Begeisterung oder Leiden­schaft für sie. Je mehr davon da ist, desto lebendiger sind wir.

Also, je weniger Energie wir für eine Beziehung haben, desto weniger Begeisterung. Wir lang­weilen uns, oder wir werden apathisch. Wir können an den Punkt kommen, an dem es kaum noch eine Beziehung gibt, weil wir nicht wirklich interessiert sind. Das kann passieren, wenn wir etwas nur tun, weil wir es müssen. Zum Bei­spiel in der Schule, wenn wir auf das schauen müssen, was der Lehrer an die Tafel schreibt, aber nur aus­druckslos starren.

Dies hat tat­säch­lich eine Wirkung auf unseren Körper. Wenn wir begeistert oder leiden­schaft­lich sind, ist unser Körper feucht. Wenn wir uns lang­weilen oder apathisch sind, wird unser Körper trocken.

Die Übung

Die Übung besteht also darin, sich in Beziehung zu fühlen. Dies ist insbesondere für das Innere Kind sinnvoll. Aber man kann das mit allem machen, was gerade da ist.

Objektbeziehungen

In der Psychologie werden diese Formen in unserer Psyche, in denen wir uns auf andere beziehen, "Objekt­beziehungen" genannt. Viele unserer Erinnerungen an unsere Beziehungen sind also Objekt-Beziehungen. Manchmal wird gedacht, dass nur diese Erinnerungen Objekt­beziehungen sind, aber das ist nicht so. Die Funktion in unserer Psyche, die unsere Beziehungen zur Außen­welt erledigt, tut das immer, ob auf Auto­pilot oder auf eine völlig neue Art.