Eclectic Energies

Enneagramm-Typ 5 - Der Forscher

"Denker", die zum Rückzug und zum Beobachten neigen

Der Forscher 5.

Menschen dieses Persön­lich­keits­typs fürch­ten tief im Inneren, dass sie nicht genug Stärke haben, um dem Leben stand­zu­halten. Deshalb neigen sie dazu, sich zu ent­ziehen und den Rück­zug in die Sicher­heit und Geborgen­heit ihres eigenen Bewusst­seins anzu­treten, wo sie sich geistig auf ihren Ein­tritt in die Welt vor­bereiten können. Fünfen fühlen sich im Bereich des Denkens wohl und zuhause. Im All­gemeinen sind sie intel­ligent, belesen und nachdenk­lich und werden häufig zu Experten in den Bereichen, für die sich interes­sieren. Während einige von ihnen eine natur­wissen­schaft­liche Orientie­rung haben, ins­besondere jene mit einem Sechser-Flügel, fühlen sich genauso viele von ihnen zu den Geistes­wissen­schaften hin­gezogen, und es ist nicht ungewöhn­lich für Fünfen, eine künst­lerische Neigung zu besitzen.

Fünfen sind häufig ein wenig exzentrisch; sie verspüren wenig Neigung, ihre Über­zeugungen zu ändern, um sich der Mehr­heits­meinung anzu­passen. Sie lehnen es ab, ihre Freiheit, zu denken wie es ihnen beliebt, zu kompromit­tieren. Fünfen fühlen sich im Bereich des Denkens wohl - proble­matisch und weit weniger angenehm wird es für sie, wenn es um ihre Gefühle geht, wenn die Beziehung Anfor­derungen stellt oder sie einen Platz in der Welt für sich finden müssen. Fünfen sind tenden­ziell schüchtern, unauf­dringlich und unab­hängig. Sie sind zöger­lich, um die Hilfe zu bitten, die andere ihnen sehr gerne geben würden.

Fünfen sind empfind­lich; sie fühlen sich gegen die Welt nicht aus­reichend gewapp­net. Um ihre Sensitivität zu kompensieren, über­nehmen sie manchmal eine Haltung teil­nahms­loser Gleich­gültigkeit oder intel­lektueller Arroganz, was leider zur Folge hat, dass dies eine Distanz zwischen ihnen und den anderen schafft. Diese Distanz zu über­brücken, kann für Fünfen schwierig werden, weil sie ihrem sozialen Geschick nicht sehr vertrauen. Aber wenn es ihnen gelingt, dann sind sie wirkliche Freunde und lebens­lange Verbündete.

Fünfen sind für gewöhn­lich etwas gehemmt, wenn es um den emotionalen Ausdruck geht, aber sie haben oft stärkere Gefühle, als sie sich anmerken lassen. Nur wenige Menschen wissen, was unter der Ober­fläche vorgeht, weil Fünfen oft ein über­trieben starkes Bedürf­nis nach Ab­grenzung und eine tief sitzende Angst vor Zudring­lichkeit haben. Wegen ihrer Sensitivität und ihrer Angst vor Unzu­läng­lich­keit fürchten sich Fünfen davor, über­wältigt zu werden: sei es durch die Anfor­derungen anderer oder von ihren eigenen Emotionen. Manchmal gehen sie so damit um, dass sie einen minimalis­tischen Lebens­stil entwickeln, durch den sie wenig von anderen verlangen und im Gegenzug wenig von ihnen verlangt wird. Andere machen ihren Frieden mit der Unüber­sicht­lich­keit des Lebens und enga­gieren sich mehr, aber sie behalten zumeist ihre Angst, dass das Leben irgend­wie mehr von ihnen fordern könnte als sie bieten können.

Fünfen - besonders die mit einem Vierer-Flügel - halten sich manchmal irr­tümlich für eine Vier. Solche Fünfen erkennen, dass sie starke Gefühle haben, und sie identifi­zieren sich nicht mit dem oftmals extrem "hirnigen" Bild der Fünf. Aber die Fünfen, anders als die Vieren, behalten immer einen Rest Unbe­hagen, wenn es darum geht, ihre emotionale Befind­lichkeit auszu­drücken. Und ganz gleich, wie viel Geschick sie darin erwerben - die Sprache der Gefühle ist nicht ihre Muttersprache.


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