Eclectic Energies

Enneagramm-Typ 7 - Der Enthusiast

Vergnügungssucher und Pläne­schmieder, Suche nach Ablenkung

Der Enthusiast 7.

Menschen dieses Persön­lich­keits­typs geht es wesent­lich darum, dass ihr Leben ein auf­regendes Aben­teuer ist. Siebenen sind zukunft­sorien­tierte, ruhe­lose Menschen, die im All­gemeinen davon über­zeugt sind, dass um die nächste Ecke etwas Besseres auf sie wartet. Sie denken schnell, haben jede Menge Energie und machen viele Pläne. Sie neigen dazu, extro­vertiert, viel­fältig begabt, kreativ und auf­geschlos­sen zu sein. Sie sind begeis­te­rungs­fähig, genießen die Sinnes­vergnügen und halten nichts von jed­weder Form der Selbst­verleug­nung.

Siebenen sind praktisch veran­lagte Menschen mit vielen verschie­denen Fähig­keiten. Sie wissen, wie man Beziehungen knüpft und für sich selbst und die eigenen Interessen anpreist. Sie haben oft einen Unter­nehmer-Geist und sind in der Lage, ihren Enthusiasmus auf die zu über­tragen, mit denen sie in Kontakt kommen. Wenn es ihnen gelingt, ihre Talente ziel­gerichtet einzu­setzen, sind sie häufig sehr erfolg­reich. Jedoch fällt Siebenen das Fokus­sieren durchaus nicht leicht. Ihre Neigung zu glauben, dass noch etwas Besseres auf sie wartet, macht sie unwillig, ihre Optionen einzu­schränken oder ihre Ziele mit echter Hingabe zu verfolgen.

Das Kernproblem der Siebenen ist, dass ihre Jagd nach Vergnügen etwas Zwang­haftes hat. Siebenen sind Angst­typen - sie fürchten besonders die Macht der negative emotionale Befind­lich­keiten. Diese suchen sie zu vermeiden, indem sie in ihrer äußeren Umge­bung nach Ablen­kungen suchen: in dem sie verschiedene Dinge gleichzeitig tun, sich ihre Optionen offen halten oder sich für Stimulationen aller Art enga­gieren. Deshalb sind Siebenen anfällig für Süchte aller Art, sei es Shopping, Spiel­sucht, Drogen oder was immer.

Siebenen haben im All­gemeinen eine hohe Meinung von sich selbst und ihren Talenten; sie neigen dazu, sich auf ihre Stärken und Tugenden zu konzen­trieren und ihre Mängel und Laster herunter­zu­spielen. Sie sind oftmals ziemlich selbst­bezogen, was sich in einem (unbe­gründeten) Gefühl, Ansprüche stellen zu dürfen, zeigt. Ebenso, wie Siebenen die Konfron­tation mit ihren dunkleren Emotionen vermeiden, haben sie Schwierig­keiten, den Schmerz, den andere erleben, zur Kenntnis zu nehmen. Deshalb fällt es ihnen manchmal schwer, die Realität anderer Menschen zu sehen. Der Grad, in dem Siebenen vor negativen Emotionen flüchten, ist ein genaues Maß für ihre mentale Gesund­heit: Je mehr Siebenen davor flüchten, desto stärker wird die Kraft dieser negativen Emotionen, und desto wahr­schein­licher wird es, dass sie in Form einer Angst­störung oder einer ernst­haften depressiven Episode ins Bewusst­sein einbrechen.

Weil sie sich nach außen orien­tieren und nicht sehr zur Innen­schau neigen, ist es nicht un­gewöhn­lich, dass Siebenen sich falsch einordnen. Manchmal halten sie sich für eine Acht, weil Siebenen auch sehr dominant sein können, ins­besondere wenn die Acht ihr dominanter Flügel ist. Aber Achten sind nicht ängst­lich und ihnen fehlt die schnelle, mentale Energie, die für Siebenen charak­teris­tisch ist. Siebenen können sich leicht für eine Drei halten, aber Dreien sind ziel­strebiger als Siebenen und leiden nicht unter dem Bedürf­nis, alle Optionen offen zu halten. Erstaunlicher­weise können sich Siebenen für eine Vier halten. Wenn sie die Kluft zwischen der optimis­tischen, vergnügungs­liebenden Person, als die sie sich der Welt präsen­tieren und der oft angst­besetzten seelischen Befind­lichkeit gewahr werden, können sie ihren Schmerz mit der Melan­cholie der Vier verwechseln. Jedoch fliehen Siebenen vor diesem Schmerz, während Vieren ihre negativen seelischen Zustände kultivieren.


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